Montag, 30. Juni 2008

Links, Rechts, Fussball-EM


Das Fussball-Fieber hatte Deutschland in den letzten Wochen fest im Griff und erst gestern abend nach genau 94 Minuten Spielzeit wieder losgelassen.
Nach dem eher sang und klanglosen Abgang der deutschen Nationalmannschaft gehen die Diskussionen in der Politik weiter: Bietet so ein Fussball-Ereignis nun einen Nährboden für nationalsozialistische Propaganda? Ist es Zeichen einer "rechten" Einstellung, wenn man an seinem Auto Deutschland-Fahnen anbringt? Droht ein zweites Drittes-Reich, wenn Menschenmassen mit "Deutschland, Deutschland"-Rufen und großen Deutschland-Fahnen nach gewonnen Spielen durch die Straßen ziehen?
Nun, da gibt es sicher verschiedene Positionen, aber realistisch betrachtet, stellt ein nationaler Freudentaumel sicher keine Gefahr für den Weltfrieden dar. Im Gegenteil: Die WM 2006 und die EM 2008 einigten das Land wie kein anderes Ereignis zuvor, und endlich haben sich die Deutschen wieder getraut, Gefühle wie Patriotismus wieder Salonfähig zu machen. Schauen wir mal nach Amerika: Dort ist das ganze Jahr überall das Star-Spangled-Banner zu sehen. Genauso in Großbritannien, Italien, Frankreich, Spanien, Neuseeland, überall...
Nach den schrecklichen Ereignissen des zweiten Weltkrieges und der vorangeganenen Jahre lag über Deutschland eine Art Fluch, seinen Patriotismus nicht zu öffentlich zeigen zu dürfen.
Nun sind wir wieder in der Lage, wie in jedem anderen Land der Welt auch, die Schwarz-Rot-Goldene (oder auch Rot-Schwarz-Goldene, wenn es nach der ARD geht :D ) Fahne schwenken zu können.
Nun fand aber die Linkspartei, vor allem deren Jugendorganisation "Solid", das dreifarbige Fahnenmeer gar nicht mehr lustig und rief im Internet dazu auf, die Autofähnchen abzuknicken. Als besonderen Service lieferten sie gleich noch einen Zettel zum Download dazu, den man den Fahrern an die Windschutzscheibe klemmen konnte: "Lieber Autofahrer, bitte entschuldigen sie, dass ihr ihre EM-Fahne abgeknickt habe... ...aber ich kann diese Dinger einfach nicht mehr ertragen!" stand da zu lesen.
In einem Solid-Forum schreibt eine "Antideutsche", dass sie die Fahnen brennen sehen will. Das wären dann mal bis zu 5 Jahre Gefängnis für die Aufforderung!
Kommentar des Solid-Bundessprechers Mas Steininger: "Das ist doch nur ein Stück Stoff!"
So? Und was macht man dann damit am Besten?
"Zum Arschabwischen benutzen" empfiehlt die Linke.

Schöner kann man nicht darstellen, dass die Linke ihre Stimmen nur von Politik-Verdrossenen bezieht:
Während die ganzen Linke-Wähler ihre Autos in Schwarz-Rot-Gold hüllen, genüsslich mit einem Bier in der Hand auf der Fanmeile ihr Team mit "Deutschland, Deutschland"-Gesängen anfeuern, will ebendiese Partei am liebsten die Insignien der Deutschland-Fangemeinschaft einsammeln, zerstören und als Klopapier benutzen. Wenn das ihre Wähler wüssten...

In diesem Sinne: WM2010 wir kommen!

Dienstag, 17. Juni 2008

About: Warum südafrikanische Mörder effizienter sind

Ein Freund von mir bereitet sich gerade auf sein Auslandssemester und freiwilligendienst im Ausland vor und wird demnächst nach Südafrika aufbrechen, um dort bei südafrikanischen Pfadfindern als eine Art "Zivi" im Diözesanbüro arbeiten.

Aus gegebenem Anlass las man ja in letzter Zeit einiges über Südafrika in den Zeitungen.
Ein Artikel in der FAZ beschäftigte sich unter anderem mit der Kriminalität in Südafrika:
Fünfzig Morde, sechsundfünfzig versuchte Morde, hundertfünfzig Vergewaltigungen und fünfhundertdreißig Raubüberfälle
- täglich! (FAZ 123/08, Seite R 8)
Das hört sich jetzt auf den ersten Blick nach ziemlich viel an (ist es auch), aber ich habe mir zum Spaß mal die "Polizeiliche Kriminalstatistik PKS 2007" angeschaut:
Bei uns würde sich der Satz folgendermaßen lesen:
Zwei Morde, sechs versuchte Mordem zwanzig Vergewaltigungen und hundertfünfundvierzig Raubüberfälle
- täglich! (PKS 2007 vom BKA)
Gut, natürlich gibt es hier einen Unterschied, nur sollte man bedenken, dass Südafrika zwar nur ungefähr halb so viele Einwohner (43,7 mio) wie Deutschland (82,2 mio) hat, aber dafür ungefähr dreieinhalb mal so groß ist!!!
Aber eines muss man den Südafrikanern lassen: sie morden effizienter.
Die deutschen Mörder sind nur zu 26,65 % erfolgreich, was 2020 Menschen im Jahr oder 5,53 pro Tag mit einem lebenslangen Trauma zurücklässt.
In Südafrika hingegen vollenden 47,17 % der Mörder ihr Geschäft mit Erfolg. Das lässt zwar immer noch 56 Leute pro Tag in einem völligen Schock-Zustand, aber immerhin sind die Chancen besser, dass wenn man einem Mörder begegnet wenigstens nicht so lange Qualen erleidet, oder?
:D

Noch ein Tip für Katastrophen-Touristen oder solche, die im Urlaub mal was anderes erleben möchten: In Deutschland passiert nur alle 10 Minuten ein Raubüberfall. In Südafrika sind es immerhin nur 2 Minuten 45 Sekunden zwischen zwei Raubüberfällen.


Aber um eine allzu einseitige Berichterstattung zu vermeiden, möchte ich an dieser Stelle anmerken, dass man als Tourist in stark von Touristen frequentierten Gegenden (Krüger-National-Park, Kapstadt, etc) vergleichsweise sehr gut aufgehoben ist und, wenn man sich an bestimmte Regeln hält, ohne Zwischenfall einen wunderbaren Urlaub in einem wunderschönem Land mit einzigartiger Natur erleben kann.

Montag, 16. Juni 2008

About: umgezogen

Soo, nach knapp einem Monat schaffs ich auch mal wieder hierher.
Eigentlich habe ich mir ja vorgenommen gehabt, wieder regelmäßiger zu bloggen...
aber daraus wurde bekanntlich nichts, weil ich (einige wissen es bereits) seit ungefähr 3 Wochen auf eigenen Füßen stehe!
Kurz, ich wohn nicht mehr zuhause, aber auch nicht allzu weit weg. Inzwischen fühl ich mich auch wirklich daheim, und habe mir die Wohnung schön wohnlich eingerichtet (Ihr seid gerne eingeladen, mich mal zu besuchen, jedoch wäre eine Anmeldung empfehlenswert, damit ich da bin^^).
Es hat sich auch sonst einiges getan. Eigentlich bin ich voll im Klausuren-Stress (9 Stück diese Woche, einschl. 3 Klausuren am Samstag!), aber mir gehts blendend. Wenn Deutschland heute abend noch über Österreich siegt, ists perfekt! Ansonsten könnte man sich ja für ein Jahr oder so nicht mehr über die Grenze wagen...
Die erste Klausur war heute: Marketing. Der Prof ist eigentlich ganz cool gewesen, ein steinalter (>70) Russe, der aber seit 17 jahren in Amerika (New South Wales University) unterrichtet und schon in über 60 Ländern Vorlesungen gehalten hat. Er hat wenig über Marketing gesprochen (das durften wir uns anhand des 400-Seiten-Skripts selbst erarbeiten), aber ansonsten allerlei Interessante Dinge erzählt. Es war halt alles (skript + Vorlesungen) auf Englisch, aber das war nicht mal für die weniger Englisch-Begabten in meinem Kurs ein größeres Problem.
Achso, zur Klausur heute: wir hatten 60 Minuten Zeit für 25 Multiple-Choice-Fragen (entweder 5 Auswahlmöglichkeiten oder ja/nein) der Kategorie: "Online-Befragungen sind deutlich teurer als wenn man traditionelle Umfrage-Methoden benützt. Richtig/Falsch"
Um 08:09 war ich das erste mal durch, um 08:18 hab ich abgegeben...

Wenn diese Woche rum ist, hab ich erst mal 2 Wochen Urlaub, werde aber nicht groß weg gehen, sondern mich um die Dinge kümmern, die bis jetzt aufgrund der Klausuren liegen geblieben sind.

Ansonsten hab ich mal zum Spaß ne kleine Event-Agentur gegründet: Kiwi.Events
Erste Aufträge z.B. von StudyNelson (www.studynelson.co.nz) sind schon eingegangen und werden gerade ausgeführt.
Wenn von euch mal jemand Hilfe bei der Organisation einer Party oder sonstigen Veranstaltung braucht, einfach ne mail an "kiwi.events [at] gmx.de" schicken!
Kiwi.Events - Einfach organisiert